Terrassierter Weinberg an der Rhône

Rhône Wein

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Über Rhône Wein

Allgemeines zu Rhône Wein

Die Rhône, von der 400 km in Frankreich fließen, von der Schweizer Grenze bis zum Mittelmeer, ist in zwei Weinregionen unterteilt. Die nördliche Rhône ist die Heimat der Syrah-Rebe, an der südlichen Rhône dreht sich alles um Grenache. Die Reben wachsen links und rechts der Rhône an den Hängen, teilweise in spektakulären Steillagen und bringen in dieser kargen von extrem heißen Sommern geprägten Landschaft unvergleichlich volle und energiegeladene Weine hervor.


Die nördliche Rhône

Côte Rôtie

Hinter der Stadt Vienne nimmt der Fluss eine Biegung nach Südwesten und fließt anschließend an den Rebgärten der Côte Rôtie-Weine vorbei. Hier wird an steil abfallenden Hängen seit über 2000 Jahren Wein angebaut. Der Boden besteht aus Schiefergestein und die Rebsorte, die mit der Hitze und dem kargen Untergrund am besten zurechtkommt, ist Syrah. Côte Rôtie wird reinsortig oder mit ein paar Prozent Viognier, also einer Weißweinsorte, vinifiziert. Das Ergebnis ist ein wuchtiger, tanninreicher Wein, der mal schokoladig und fruchtig, mal fleischig und ledrig schmeckt. Er besitzt großes Reifepotential und ist, wenn er gereift ist, einer der besten und teuersten Rotweine Frankreichs.

Condrieu

Im Anschluss an Côte Rôtie offenbart sich die AOC Condrieu, ein Weißweingebiet. Hier dominiert die Viognier-Traube und wird zu körperreichen, Weinen verarbeitet, die eher niedrig in der Säure sind, dafür aber mit hohem Alkohol und Kraft daherkommen. Auch Condrieu kann schön reifen und verzaubert mit seinen duftig-floralen Aromen. Nachdem die Rebfläche zeitweise bis auf wenige Hektar geschrumpft war, gibt es heute wieder über 100 Hektar Rebgärten.

St. Joseph

In St-Joseph dreht sich ebenfalls alles um Syrah. Am westlichen Ufer der Rhône kurz vor der Stadt Valence folgt wachsen die Reben auf Granitböden und bringen eher feinfruchtige und nicht so wuchtige Rotweine wie Côte Rôtie hervor. Es gibt sie in allen Qualitätsstufen.

Hermitage & Crozes-Hermitage

Nach einem scharfen Knick der Rhône bei Tain, sind die Weingärten am Ufer nach Süden beziehungsweise Südwesten ausgerichtet. Hier wächst, inmitten der Appellation Crozes-Hermitage, ein legendärer Rotwein, der schon zu Römerzeiten gefeiert und von französischen Weingelehrten im 19. Jahrhundert auf derselben Stufe wie Château Lafite-Rothschild und Romanée-Conti betrachtet wurde. Der Hermitage wächst auf nur knapp 140 Hektar, die in zahlreiche, teils terrassierte Parzellen unterteilt sind und in Qualität und Stil sehr unterschiedliche Weine ergeben. Sie werden aus Syrah vinifiziert und sind vollmundig, fleischig und tanninreich mit schokoladig-süßen Nuancen. In einigen Parzellen werden auch Marsanne und Roussanne angebaut, die zum weniger renommierten Hermitage Blanc assembliert werden.

Um den sagenumwobenen Hermitage herum liegt die AOC Crozes-Hermitage, die größte Appellation an der nördlichen Rhône. Sie umfasst etwa 1500 Hektar und bringt überwiegend unkomplizierte Rotweine aus Syrah hervor, die jung getrunken werden. Interessanter ist hier der Weißwein, der in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat - ein körperreicher, kräuterwürziger Wein mit feinen Honignoten und milder Säure, vinifiziert aus Marsanne und Roussanne.


Die Südliche Rhône

Côtes du Rhône

Das sehr große Anbaugebiet Côtes du Rhône umfasst 171 Gemeinden im gesamten Rhônetal bis nach Avignon. Selbst Teile der nördlichen Rhône liegen innerhalb der Appellationsgrenzen. Erzeugt werden zumeist einfache und schmackhafte Rotweine. Die Basis hierfür bildet Grenache, oftmals vermählt mit Mourvèdre und Syrah, seltener Cinsault und Carignan. Die weißen Trauben Bourboulenc, Clairette Blanche, Grenache Blanc, Marsanne, Roussanne, Viognier dürfen den Rotweinen in kleiner Menge (bis zu 20 Prozent) hinzugefügt werden. Die Côtes du Rhône-Villages sind etwas anspruchsvoller und nur 17 Gemeinden haben das Recht, ihren Namen an die Bezeichnung Villages anzuhängen. Dazu gehören zum Beispiel Cairanne, Plan de Dieu, Puyméras und Rasteau.

Châteauneuf-du-Pape

Mit über 3000 Hektar ist Châteauneuf-du-Pape die größte Einzel-Appellation innerhalb der Côtes du Rhône. Grenache ist die Hauptrebsorte. Daneben sind einige andere rote und weiße Sorten zugelassen. Meistens kommen jedoch nur Syrah, Mourvèdre und Cinsault zum Einsatz. Die Reben wachsen hier auf den flachen, mit großen Rundkieseln übersäten Bänken der Rhône. Die besten Weine sind körperreich, intensiv und äußerst langlebig. Der weiße Châteauneuf-du-Pape ist ein eher seltener und ebenso fülliger Wein aus Grenache Blanc, Roussanne, Picpoul Blanc, Clairette Blanche, Bourboulenc und Picardon.

Gigondas

Das Städtchen Gigondas liegt nordöstlich von Orange und hat 1971 eine eigene Appellation erhalten. Seitdem werden die Weine nicht mehr als Côtes du Rhône deklariert, obwohl die Sorten identisch sind. In den tieferen Lagen ähneln die Weine dem Châteauneuf-du-Pape, in den höheren Lagen am Fuße der Dentelles de Montmirail sind sie aromatischer und weniger kraftvoll.

Vacqueyras

Ein Nachbardorf von Gigondas, das 1990 seine eigene AOP erhalten hat. Hier ist es sehr heiß und die Weine sind opulent und schwer, wegen des erhöhten Syrah-Anteils auch etwas pfeffrig-würziger als in Châteauneuf-du-Pape.